E‑Auto fahren, CO2 sparen – und dabei auch noch eine richtig nette Summe einstecken. So funktioniert die THG-Quote. Genauer gesagt ist sie ein gesetzlich verankertes CO2-Minderungssystem im Verkehr.
Unternehmen, die fossile Kraftstoffe in Verkehr bringen, müssen ihren Ausstoß ausgleichen – und kaufen dafür Zertifikate von E-Auto-Fahrern. Das bedeutet: Ihr umweltfreundlicher Antrieb wird zu barem Geld.
Ein Anreiz also, der sich lohnt – und für den Umstieg auf E-Mobilität wirbt. Für die Politik ist die THG-Quote eines der vielen Instrumente, mit denen die Klimaziele erreicht werden. Für E-Auto-Fahrer ist es ein kleiner Geldsegen, der von ganz alleine kommt.
Was hinter der THG-Quote steckt
Die THG-Quote ist die Treibhausgasminderungsquote. Die Idee dahinter: Wer fossile Kraftstoffe in den Verkehr bringt, muss seinen CO2-Ausstoß ausgleichen. Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten – präferiert durch eigene Klimaschutzmaßnahmen oder, wenn diese nicht ausreichen, durch den Erwerb von Zertifikaten, die belegen, dass an einem anderen Ort CO2 eingespart wurde.
E-Auto-Besitzer haben bereits CO2-Emissionen eingespart, da ihre Fahrzeuge im täglichen Betrieb keine Treibhausgase ausstoßen. Diese Einsparungen können verkauft werden. Für jedes reine E-Auto wird eine bestimmte Menge CO2-Emissionen gespart und somit Zertifikate für die Einsparung ausgegeben. THG-Quoten-Anbieter bündeln viele solcher Zertifikate, verkaufen sie an die Verpflichteten – und zahlen E-Auto-Fahrern eine THG-Prämie für ihr E-Auto.
Wieviel Geld man bekommt, wenn man an die Quote verkauft, ist je nach Anbieter unterschiedlich. Je mehr Unternehmen an den Klimazielen arbeiten müssen, desto mehr Geld wird man in der Theorie auch für den Verkauf der Quote bekommen können. Betrug die Summe in den letzten Jahren zwischen 50 € und über 300 € jährlich, so ist in den nächsten Jahren eine deutliche Steigerung zu erwarten.
THG-Quoten als Geschäftsmodell
Der Antrag auf die THG-Quote kann theoretisch von jedermann gestellt werden. Allerdings dauert das in der Praxis lange und Verpflichtete Unternehmen handeln nicht in einzelnen Quoten. Genau hier kommen spezialisierte Plattformen ins Spiel – einer der bekanntesten Anbieter ist carbonify.
carbonify bietet einen komplett digitalen Prozess:
- Anmeldung über die Website
- Upload des Fahrzeugscheins
- Prüfung der Unterlagen
- Antrag beim Umweltbundesamt
- Auszahlung der THG-Quote nach erfolgtem Verkauf
Das sind die Vorteile für Nutzer: Sie müssen sich nicht selbst bei Behörden oder Händlern durchschlagen, sondern bekommen eine transparente Abwicklung und oftmals auch zusätzliche Services, wie zum Beispiel eine Expressauszahlung oder Festbeträge, die auch bei schwankenden Preisen gelten. Wenn du die jährliche Auszahlung für dein E-Auto sichern willst, ist das eine bequeme Lösung.
Voraussetzungen für die Teilnahme an der E-Auto-Förderung
Die Regeln sind klar – nur wer sie erfüllt, kann mitmachen:
- Zulassung eines reinen Batterie-E-Autos (BEV) in Deutschland oder Österreich
- Haltereintrag im Fahrzeugschein auf deinen Namen
- Fahrzeug muss zulassungspflichtig sein (kein E-Scooter, keine Pedelecs)
- Antragstellung einmal pro Quotenjahr, Fristen beachten (oft bis Ende Oktober)
- Privatpersonen erhalten die Prämie in der Regel steuerfrei
- Für Firmenfahrzeuge gelten besondere steuerliche Regeln
Auch Leasingfahrzeuge sind zugelassen, sofern du als Halter im Fahrzeugschein eingetragen bist. Hybridfahrzeuge sind ausgeschlossen, da ihr CO2-Ausstoß nicht null ist.
Antragstellung leicht gemacht – Schritt für Schritt
Die Beantragung ist einfacher, als viele denken:
- Anbieter auswählen – vergleiche Prämienhöhe, Auszahlungsmodell und eventuelle Boni.
- Registrierung – Name, Kontaktdaten und Bankverbindung angeben.
- Fahrzeugschein hochladen – Vorderseite, gut lesbar.
- Warten auf Prüfung – Anbieter kontrolliert die Angaben.
- Einreichung beim Umweltbundesamt – du musst nichts tun.
- Verkauf der Zertifikate – Anbieter sucht den besten Marktpreis.
- Auszahlung erhalten – meist innerhalb weniger Wochen.
Tipp: Wer sich die jährliche Auszahlung für sein E-Auto sichern möchte, sollte den Antrag gleich zu Jahresbeginn stellen, um Verzögerungen zu vermeiden.
Auszahlung und Vorteile für E-Auto-Besitzer
Der offensichtlichste Vorteil ist die zusätzliche Einnahme. Doch es gibt mehr:
-
- Direkter Geldbonus: Zwischen 80 und 100 € sind aktuell üblich, Spitzen lagen in der Vergangenheit deutlich höher.
- Umweltwirkung: Du trägst aktiv dazu bei, fossile Emissionen zu reduzieren.
- Einfache Abwicklung: Dank Anbietern wie carbonify kein Papierkram.
- Jährliche Wiederholung: Einmal pro Jahr profitieren, ohne das Auto verändern zu müssen.
- Kombination mit anderen Förderungen: Die THG-Quote lässt sich zusätzlich zu anderen E-Auto-Förderungen nutzen.
Für viele Fahrer wird die Prämie zu einem festen Bestandteil der Betriebskostenkalkulation. Gerade Vielfahrer schätzen, dass sie jedes Jahr einen spürbaren Betrag zurückbekommen.
Zukunft der THG-Prämie im Wandel der Mobilität
Der Markt für CO2-Zertifikate ist dynamisch. Sinkt der Preis, fällt auch die Prämie niedriger aus. Steigt der Bedarf an Zertifikaten, können die Auszahlungen wieder wachsen. Die Bundesregierung plant, die CO2-Reduktionsziele in den kommenden Jahren zu verschärfen. Das könnte den Wert der Zertifikate weiter erhöhen.
Auch neue Geschäftsmodelle sind denkbar: Anbieter könnten Prämien mit Ladeguthaben kombinieren oder die Auszahlung direkt in Rabatte bei Versicherungen umwandeln. carbonify und andere Plattformen experimentieren bereits mit solchen Angeboten, um die Elektromobilität zu fördern.
Worauf E-Auto-Fahrer jetzt besonders achten sollten
- Fristen im Blick behalten: Versäumst du den Antrag, verlierst du ein ganzes Jahr Prämie.
- Anbieter vergleichen: große Unterschiede von bis zu 50 € pro Jahr sind möglich.
- Seriosität prüfen: Bewertungen und transparente Prozesse sind entscheidend.
- Regelmäßig beantragen: Nur so lässt sich die jährliche Auszahlung für dein E-Auto sichern.
- Kombinieren: Nutze die THG-Prämie zusätzlich zu Wallbox-Förderungen oder anderen E-Auto-Boni.
Mit der THG-Quote hast du eine einfache Möglichkeit, deine Entscheidung für ein E-Auto doppelt zu belohnen – ökologisch und finanziell. Wer früh im Jahr beantragt, den richtigen Anbieter wählt und die Fristen beachtet, holt Jahr für Jahr das Maximum aus seinem Elektroauto heraus.
