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Umfrage: Mehrheit in Europa unterstützt weniger fossile Importe

09.06.2026 in Politik, Studien & Umfragen von Thomas Langenbucher | Kommentieren

Mercedes-Elektroauto-wird-geladen

Bild: Mercedes-Benz

Eine von E3G, Transport & Environment T&E und der Electrification Alliance beauftragte YouGov-Umfrage in fünf großen europäischen Ländern zeigt breite Unterstützung für Elektrifizierung und Investitionen in saubere Energie. Im Durchschnitt der fünf befragten Länder glauben 64 Prozent, dass weniger Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen Europa sicherer macht. Diese Ansichten überschreiten laut den Studienautoren traditionelle Links-Rechts-Grenzen.

Mehr als die Hälfte der Befragten unterstützt staatliche Finanzhilfen für Wärmepumpen: 71 Prozent in Italien, 66 Prozent in Frankreich, 61 Prozent in Deutschland, 58 Prozent in Spanien und 51 Prozent in Polen. EU-Förderung für Elektroautos findet in Spanien mit 63 Prozent, in Deutschland mit 58 Prozent, in Italien mit 57 Prozent und in Frankreich mit 54 Prozent Mehrheit. In denselben vier Ländern befürwortet auch jeweils eine Mehrheit direkte staatliche Unterstützung beim Kauf von E-Autos für Haushalte.

Acht von zehn befragten Europäern sagen, europäische Länder sollten zusammenarbeiten. Davon meinen sechs, Zusammenarbeit sei im aktuellen geopolitischen Kontext wichtiger geworden. In der aktuellen Energiekrise sehen 68 Prozent in Spanien, 67 Prozent in Deutschland, 62 Prozent in Frankreich und 61 Prozent in Italien europäische Zusammenarbeit als wichtiger; in Polen stimmen 45 Prozent zu, weitere 32 Prozent sagen, Zusammenarbeit solle unabhängig davon stattfinden.

Mitte-rechts-Wähler gehören in Deutschland, Italien und Frankreich zu den Gruppen mit der stärksten Unterstützung für Maßnahmen zur sauberen Elektrifizierung.

„Diese Erkenntnisse eröffnen eine politische Chance. Europa hat nun die Möglichkeit, ein gemeinsames politisches Narrativ rund um Unabhängigkeit, Schutz und Wohlstand zu entwickeln, das den Übergang zu sauberer Energie nicht als Belastung, sondern als ein Projekt für die Sicherheit Europas darstellt“, so die Umweltorganisation Transport & Environment (T&E).

„In einer Zeit, in der die Bürger mehr Stabilität und Sicherheit fordern, bedeutet das Festhalten an der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, dass man sich für Instabilität, Anfälligkeit gegenüber externen Einflüssen und wirtschaftliche Schwäche einsetzt. Das ist eine zunehmend unhaltbare Position“, unterstreicht T&E. „Die sich daraus ergebende Chance, die Debatte über die Elektrifizierung als ein überparteiliches, europäisches Mainstream-Projekt voranzutreiben, ist beträchtlich.“

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Via: T&E (ENG)
Tags: Erneuerbare Energien, EU, Europa, NachhaltigkeitAntrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

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