Der deutschen Automobilindustrie in Deutschland droht laut dem Autoverband VDA ein Beschäftigungsverlust von weiteren 125.000 Arbeitsplätzen bis zum Jahr 2035, sollte die EU nicht auf mehr Technologieoffenheit setzen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes nachhaltig und „signifikant“ verbessern. „Es drohen etwa 35.000 Arbeitsplätze mehr als zuletzt von uns erwartet zu entfallen“, erklären die Lobbyisten.
„Besonders brisant: Die Brüsseler CO2-Flottenregulierung für Pkw und Vans, nach der ab dem Jahr 2035 ausschließlich batterieelektrische und Brennstoffzellen-Fahrzeuge neu zugelassen werden können, setzt ohne Anpassungen 50.000 Arbeitsplätze am Standort Deutschland aufs Spiel“, so der VDA. Durch eine stärkere Rolle von Plug-in-Hybriden (PHEV), Range-Extender-Stromern und Verbrennern – auch mit erneuerbaren Kraftstoffen im Jahr 2035 und danach – ließen sich diese erhalten. Weltweit würden diese Antriebe auf Dauer eine Rolle spielen. Daher fordere man mit Nachdruck, dass das Bekenntnis Brüssels zur Technologieoffenheit „endlich auch mit konkreten Maßnahmen und notwendigen Flexibilisierungen verbunden wird“.
Weniger Arbeitsplätze wegen schlechter Standortbedingungen
Bisher war der VDA im Rahmen einer Studie (2024) davon ausgegangen, dass im Zuge der Transformation zur klimaneutralen Mobilität bis zum Jahr 2035 rund 190.000 Arbeitsplätze gegenüber dem Jahr 2019 verloren gehen könnten. Grund dafür: Die Fertigung eines E-Autos ist weniger komplex und benötigt weniger Teile als die eines Verbrenners, weshalb mit dem Wandel hin zur Elektromobilität Beschäftigungsverluste – insbesondere in der Zulieferindustrie – einhergehen.
Die Entwicklung in den vergangenen zwei Jahren zeigt laut dem Verband jedoch, dass der Beschäftigungsrückgang schneller voranschreitet als bisher angenommen. Hintergrund sei, dass in Deutschland aufgrund der schlechten, international zunehmend nicht mehr wettbewerbsfähigen Standortbedingungen nicht mehr ausreichend neue Arbeitsplätze entstehen. Arbeitsplätze, die im Zuge der Transformation zur klimaneutralen und digitalen Mobilität der Zukunft aufgebaut werden, entstünden zunehmend im Ausland.
Auf Basis dieser Entwicklung bei der Beschäftigung und unter Fortschreibung der geltenden regulatorischen Rahmenbedingungen ergibt sich dem VDA zufolge nun ein stärkerer Rückgang in der Abschätzung für die Beschäftigungsentwicklung als bisher angenommen: Bis zum Jahr 2035 sei nunmehr ein Beschäftigungsverlust von rund 225.000 Arbeitsplätzen gegenüber dem Jahr 2019 zu erwarten. Das entspreche, ausgehend von heute – da schon etwa 100.000 Arbeitsplätze seit 2019 verloren gegangen seien –, einem Rückgang von weiteren etwa 125.000 Beschäftigten. Das heiße konkret: Es gehen etwa 35.000 Arbeitsplätze mehr verloren als auf Grundlage der Berechnungen aus dem Jahr 2024 zu erwarten gewesen wäre.
„Alles, was Wachstum schafft, muss oberste Priorität haben“
„Die Entwicklung ist besorgniserregend und zeigt: Deutschland hat eine anhaltende und gravierende Standortkrise, die Bedingungen für die Produktion am Standort Deutschland verschlechtern sich zusehends. Hohe Steuern und Abgaben, teure Energie, hohe Lohnkosten, überbordende Bürokratie – die Liste der Herausforderungen ließe sich fortführen“, sagt VDA-Präsidentin Hildegard Müller. „Die Folge: Die Unternehmen müssen sich leider aus wirtschaftlichen Gründen täglich zu oft gegen den Standort Deutschland und Europa entscheiden, um ihre Unternehmen wettbewerbsfähig zu halten und übrige Beschäftigung hierzulande zu halten.“
Müller warnt: „Das Abwandern von Investitionen und Beschäftigung wird nicht ohne Konsequenzen für den Wohlstand unseres Landes und für dessen gesellschaftliche und politische Stabilität bleiben. Diese Erkenntnis ist schmerzhaft – umso wichtiger ist, dass die richtigen Schlüsse daraus gezogen werden. Alles, was Wachstum schafft, muss oberste Priorität haben in Brüssel und Berlin. Das war und ist die Erwartung der Wirtschaft – und es muss Anspruch der Bundesregierung sein. Es braucht ein investitions- und innovationsfreundliches Umfeld, damit der Standort wieder relevanter wird. Die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts entscheidet darüber, wo die Arbeitsplätze der Zukunft entstehen.“
Technologieoffenheit könnte 50.000 Arbeitsplätze erhalten
VDA-Berechnungen zeigen, dass die weitere Entwicklung der Beschäftigung wesentlich auch vom Antriebsmix abhängt. Nach der derzeitigen CO2-Flottenregulierung der EU für Pkw und Vans können ab dem Jahr 2035 ausschließlich batterieelektrische und Brennstoffzellen-Fahrzeuge neu zugelassen werden, was entsprechende Auswirkungen auf die Produktion hat.
Ein im Vergleich zur aktuell gültigen CO2-Regulierung höherer Anteil von Plug-in-Hybriden, Range-Extender-Elektrofahrzeugen und Verbrennern (zunehmend mit erneuerbaren Kraftstoffen) an der inländischen Pkw-Produktion würde mit einer geringeren Veränderung der Beschäftigungsstruktur einhergehen, erklärt der Verband. In diesem Fall wäre bis zum Jahr 2035 mit einem Beschäftigungsrückgang von etwa 75.000 Arbeitsplätzen zu rechnen – das heißt, es könnten so etwa 50.000 Arbeitsplätze am Standort Deutschland erhalten bleiben. Die negativen Effekte der Transformation auf die Beschäftigung würden spürbar abgemildert. Der Pfad zur klimaneutralen Mobilität der Zukunft würde trotzdem fortbeschritten werden.
Deutsche Stimme in Brüssel entscheidend
„Ob China, Indien, USA oder Kanada – in anderen Regionen und Automobilmärkten steigt man nicht aus Technologien aus, die helfen können, Klimaziele zu erreichen und gleichzeitig Beschäftigung zu sichern. Europas Regulierungs-Sonderweg ist nicht der richtige. Auch das Konzept der überbordenden Regulierung ist gescheitert. Entscheidend für den Erfolg ist, dass Klimaschutz ein Geschäftsmodell ist, dass Klimaschutz mit Wachstum und Wohlstand und damit Arbeitsplätzen zusammengedacht wird. Nur so kann Klimaschutz breite Akzeptanz erfahren und erfolgreich sein“, sagt VDA-Präsidentin Müller.
„Deshalb braucht es echte Technologieoffenheit. In dem Mix von Antrieben liegt eine Stärke, gerade auch mit Blick auf das Erreichen der Klimaziele. Wichtig dabei: Technologieoffenheit darf kein bloßes Lippenbekenntnis sein, sondern muss in der Praxis auch tatsächlich realisierbar sein. Hier sind die aktuellen Vorschläge der EU-Kommission leider unzureichend. Statt einer Kurskorrektur, statt des notwendig flexibleren Weges, setzt man auf weitere Regulierung – und verändert damit nichts. Umso mehr gilt: Das Europäische Parlament und die Mitgliedstaaten müssen bei den anstehenden Verhandlungen dringend nachbessern und Flexibilisierungen schaffen.“
Müller begrüßt es, dass sich die Bundesregierung bei wesentlichen Punkten auf eine gemeinsame Position zum sogenannten EU Automotive Package verständigt habe. „Das klare Bekenntnis der Bundesregierung zu einem technologieoffenen Weg in Richtung klimaneutraler Mobilität – einschließlich Plug-in-Hybriden, Range Extendern und Fahrzeugen mit Verbrennermotoren und zunehmend erneuerbaren Kraftstoffen – setzt ein starkes Zeichen für die anstehenden Verhandlungen in Brüssel und kann entscheidend helfen, Beschäftigung und Wohlstand hierzulande zu halten. Entscheidend ist daher jetzt auch, dass Deutschland eine starke, geeinte Stimme in Brüssel hat.“

Futureman meint
Was soll denn eine Technologie Offenheit bringen, wenn jede technische Änderung von den Herstellern abgelehnt wird?
Ansonsten sind regeln auch manchmal recht sinnvoll. Oder sollte z.B. Nahrungsmittelherstellern alles erlaubt werden? Mit abgelaufenen Fleisch lässt sich bestimmt Technologieoffen etwas machen für mehr Profit.
hu.ms meint
„jede technische Änderung“
Dann zähl doch mal auf. 10 reichen mir.
M. meint
Technologieoffenheit als Maske für den weiteren Verbrennerverkauf wird nicht funktionieren, weil die Arbeitsplätze nicht alleine in Europa, sondern nur in der Welt zu schützen sind.
Und die Welt hat sich entschieden: Verbrenner werden weniger gekauft. Teile Europas haben sich übrigens auch entschieden…. 2025:
Norwegen: 95,9 % konstant
Dänemark: 68,5 % und steigend
Schweden: 36,5 % und steigend
Niederlande: 40,2 % und steigend.
Und die kommen nicht zum Verbrenner zurück, egal was der VDA will.
Wie kann man also die Arbeitsplätze schützen?
Indem man das entwickelt, baut und verkauft, was die Welt in 10 oder 20 Jahren mehrheitlich nachfragen wird.
Und das sind nicht mehr Verbrenner, das sind mehr Elektroautos. Und entweder baut man die, oder andere machen das. So einfach ist das! Außer USA – jedenfalls bis zu den nächsten Wahlen. Dann wird man sehen.
Das hat mit „Sprit für den Bestand“ nichts zu tun – der Bestand ist schon verkauft, der schafft es nicht mehr in die nächste Bilanz. Und wohin die Reise dort geht, kann man in den meisten Bilanzen längst ablesen. Außer Porsche, Ferrari & Co., aber in der Breite ohne jeden Zweifel.
Thorsten 0711 meint
In Zukunft fließt das Geld weniger zur OPEC, dafür hauptsächlich nach China. Wir benötigen dringend eine europäische Akkuproduktion.
M. meint
Das geht aber nur mit einem 5-Jahresplan, nicht mit dem Fokus auf Quartalszahlen.
Das müssen Aktionäre mittragen.
hu.ms meint
Akkuzellen werden seit fast 6 jahren in europa produziert. Z.b. in Polen durch LGChem aus Korea.
Stromspender meint
Die Müller und der VDA gehen das völlig falsch an: Warum werben sie nicht offensiv für den größten Vergnügungspark des Universums – den „Steam-Punk-Park-Deutschland“?
Ganz technologieoffen reaktiviert die Deutsche Bahn ihre Dampfrösser, Braun- und Steinkohlekraftwerke gehen wieder ans Netz und dürfen ihre Filter ausbauen, damit es im Licht der untergehenden Abendsonne mit den schwarzen Rauchwolken wild-ramontisch wird. Die Städte sind in der Nacht in das samtene Licht der Gaslaternen gehüllt – ein Traum!
Dazu die Prämienprodukte deutscher Automobilbaukunst, lange Motorhaube, ausgestellte Kotflügel und jeder Motor mit mindestens 12 Zylindern…
Ossisailor meint
In Deutschland fertigen folgende Werke Batteriezellen für BEV und Batteriespeicher:
– CATL in Arnstadt/Thüringen
– PowerCo (VW-Group) in Salzgitter
– CustomCells in Ithehoe und Tübingen
– Gotion High Tech in Göttingen mit Schwerpunkt auf stationäre Speicher
Darüber hinaus gibt es auch wichtige Player im Batterieumfeld:
– BASF für Kathodenmaterialien
– SGL Carbon für Anodenmaterialien
– Fraunhofer-Gesellschaft: Batterieforschung
Stromspender meint
Nee, so geht das natürlich nicht. Diese neumodischen „Heiteck-Sachen“ verschandeln ja das Gersamtbild. Der Deutsche mag es halt dampfend und schnaubend und röhrend und rasselnd.
Aber ich gehe mal davon aus, dass du nicht mir antworten wolltest… ;-)
Michael meint
Wenn wir Batterien herstellen könnten dann könnten wir auch Arbeitsplätze schaffen. Können wir halt nicht.
M. meint
Ossisailor meint
13.05.2026 um 15:06
In Deutschland fertigen folgende Werke Batteriezellen für BEV und Batteriespeicher:
– CATL in Arnstadt/Thüringen
– PowerCo (VW-Group) in Salzgitter
– CustomCells in Ithehoe und Tübingen
– Gotion High Tech in Göttingen mit Schwerpunkt auf stationäre Speicher
Darüber hinaus gibt es auch wichtige Player im Batterieumfeld:
– BASF für Kathodenmaterialien
– SGL Carbon für Anodenmaterialien
– Fraunhofer-Gesellschaft: Batterieforschung
BrainBug0815 meint
Nein, wir woll(t)en nicht! Das Geschäft war uns nicht gut genug. und jetzt sind wir so weit abgeschlagen, dass man auch wieder nicht will. Weil das Aufholen ja dadurch sooo teuer geworden ist. Da muss man jetzt wieder nach Steuergeld rufen. Oder man überlässt es halt wieder den Chinesen.
Das Geld wandert dann zwar weiterhin ab, aber wenigstens produzieren sie dann teilweise in Europa.
Wenn da in Europa kein großer technologischer Sprung gelingt, haben wir ein großes Problem. Hoffen kann man ja, nur wäre mir lieber wir tun was für unsere Zukunft anstatt einfach nur zu hoffen, dass wir schon irgendwie irgendwann mit irgendwas an den anderen wieder vorbeiziehen werden.
hu.ms meint
„Da muss man jetzt wieder nach Steuergeld rufen.“
Beispiel ?
Solange es mit china funktioniert, kauft man beim günstigsten anbieter. Macht jeder hersteller.
Für den fall einer Taiwan-kriese ca. ab 2028 bereitet man sich durch sicherung von rohstoffen und produktionsstätten ausserhalb asiens vor.
Technologische sprünge erfolgen laufend z.b. bei Fraunhofer. Sind aber meist nicht serienfähig.
Und immer schön unterscheiden:
Wo ist die konstruktion (gehälter der ingenieure)
Wo ist die produktion (energie- und personalkosten)
Wo ist der absatzmarkt (transport und zölle).
Jörg2 meint
Hmmm….
Der JETZT vorhandene Arbeitplatz arbeitet mit der JETZT vorhandenen Technologie. Ist also „technologisch“ abgedeckt. Welche weitere Offenheit braucht es da?
Mäx meint
Na Mensch da ist der VDA ja mal wieder extrem schlecht informiert und lässt sich vor den Karren spannen
„[…] ab dem Jahr 2035 ausschließlich batterieelektrische und Brennstoffzellen-Fahrzeuge […]“
> falsch
„Weltweit würden diese Antriebe (PHEV, EREV, Verbrenner) auf Dauer eine Rolle spielen.“
> nur teils richtig, reine Verbrenner ohne die Möglichkeit elektrisch zu fahren werden weltweit fast keine Bedeutung mehr haben und nur noch als Nische gelten.
Der Weltmarkt entwickelt sich hin zu NEV, also PHEV, EREV, BEV und 2/3 davon sind BEV.
Der -90% Vorschlag würde genau das auffangen, also einfach dem zustimmen VDA.
Statt mit großen Zahlen um sich zu werfen könnte man das ja mal ins Verhältnis setzen.
45 Mio. Erwerbstätige, davon 34,75 Mio. sozialversicherungspflichtig (also nicht Mini Job oder sonstiges).
50.000 Arbeitsplätze sind dann 0,1%.
Dann gerne mal den demografischen Wandel betrachten, der grob für 2035 3-7 Mio. (!) weniger Erwerbstätige sieht. Also eigentlich müssen Arbeitsplätze abgebaut werden.
Und bei einer solchen umfassenderen Betrachtung der Faktenlage dann gerne dies auch den Wählern mitgeben, dass die CDU und auch die Blauen gleichzeitig für weniger Einwanderung sind und auch sonst ziemlich wenig Lösungen für die Betroffenen anbieten.
Leck Eier
BrainBug0815 meint
Die alte Leier.
Ohne die Zahlen anzuzweifeln (was vermutlich angebracht wäre), aber,
was ist wohl besser:
X Arbeitsplätze im Verbrennersegment zu verlieren und dafür im E-Sektor investieren um hier konkurrenzfähig zu bleiben/werden und Y Arbeitsplätze zu schaffen,
oder noch ein bisschen länger mit der Ausrede der „Technologieoffenheit“ Geld mit Verbrennern zu verdienen und dann noch weiter abgeschlagen zu sein oder im schlimmsten Fall gar keine Autoindustrie mehr zu haben?
Und dann die Begründung: „Die Fertigung eines E-Autos ist weniger komplex und benötigt weniger Teile.“
Na so was aber auch. wie können die nur?
Die Weiterentwicklung wird man nicht aufhalten.
Die Frage die sich stellt ist, ob man dabei sein und weiterhin eine Autoindustrie haben will, oder ob man das Feld anderen überlässt.
Aufholen kostet Zeit und Geld. Und je länger man wartet, desto teurer wird es.
Das Festhalten an der alten Technologie ist nichts anderes als Zeit und Geld zu verschwenden, das man besser in zukünftige marktfähige Produkte investieren könnte.
Und nur das würde langfristig Arbeitsplätze sichern.
Und wenn man noch einen Schritt weiterdenkt wird man feststellen, dass mit dieser Transformation noch andere ganz entscheidende Vorteile einhergehen:
Wenn man weniger Treibstoff importieren muss, bleibt das Geld in der europäischen Wirtschaft, statt andere reich zu machen.
Und wenn man dann stattdessen mehr Strom braucht, werden viele Arbeitsplätze im Energiesektor geschaffen und das Geld fließt in den PV, Wind und Wasserkraftausbau, Stromspeicher, Netze, Wartung der Anlagen, Betrieb der Anlagen,…
Sprich: das Geld das sonst einfach weg ist, schafft Arbeitsplätze, zahlt Steuern und deckt so einen großen Teil des Verlustes aus den Mineralölsteuern ab.
Zusätzlich wird man unabhängiger. Denn die Öllieferungen können einfach ausbleiben. Gründe dafür gibt es viele. Die Kraftwerke die man schon hat werden aber immer weiter laufen, unabhängig davon, ob irgend ein Land auf einmal keine Teile mehr liefern will.
Ja, das alles kostet Geld. Aber diese Investition amortisiert sich für uns als Gesellschaft. Für die Industrie und noch mehr für jeden einzelnen Europäer. Ein Stehenbleiben wäre fatal. Jede Verzögerung kostet uns ein Stück Wohlstand.
Aber wer nur auf seinen nächsten Bonus hinarbeitet
oder politisch kurzfristig mit der „Früher war alles besser“-Masche Stimmenfang betreiben will
sieht das natürlich anders.
F. K. Fast meint
Warum versteht der VDA nicht, dass sie Arbeitsplaetze massiv verlieren werden, wenn sie jetzt die Transformation verschleppen, wenn sie weiterhin in Museumstechnik investieren?
hu.ms meint
Ist doch logisch, dass die antriebsart gebaut wird, die nachgefragt wird. Und das sind aktuell für D 75% auspuffautos.
Die nachfrage muss sich ändern und das passiert nur über kostengünstige lademöglichkeiten (AC-lader für 30ct/kwh) dort, wo die autos länger stehen. Einfach nach N sehen, die haben es gecheckt !
Peet meint
Aber das Gegenteil ist doch der Fall! Warum sollten wir im großen Stil Verbrenner Arbeitsplätze erhalten, wenn dafür der Absatzmarkt weltweit schrumpft? Erst recht in 10 Jahren. Wäre es nicht klüger uns auf die Technologie zu fokussieren, die in den nächsten 50 Jahren nachgefragt ist.
Böhser Neffe meint
Was mich in diesem Zusammenhang interessiert, woher kommen die Akkus für deutsche E-Autos ala CLA oder BMW i3 oder meinetwegen auch Tesla und wo findet letztlich die eigentliche Wertschöpfung statt. Meines Wissens nach kommen die Akkus oder zumindest deren Hauptkomponenten samt und sonders aus Asien (China, Südkorea, Japan).
brainDotExe meint
Der Großteil der Akkuzellen, die aktuell zum Beispiel bei BMW verwendet werden, kommen aus Europa. CATL in Deutschland zum Beispiel.
Böhser Neffe meint
CATL ist chinesisch, ansonsten habe ich im Kontext mit BMW noch Samsung gegoogled.
„Deutsche“ Karrossen in Spanien oder Ungarn um asiatische Akkus zu bauen wird den Industriestandort Deutschland nicht retten, das E-Auto mag vielleicht kommen, aber für Deutschland wird es nichts Gutes bedeuten und was danach kommt wird euch nicht gefallen. Am Wetter wird es es so oder so auch nichts ändern.
hu.ms meint
Das wetter ist wie es ist.
Entscheidend ist das klima !
Traurig, wenn man den unterschied nicht versteht !
Ich fahre und heize elektrisch; und 70% des notwendigen stroms dafür mache ich selbst auf dem dach.
Wer ko – der ko….
David meint
Potjemkinsche Dörfer in Wolfsburg, Rüsselsheim, Ingolstadt, München und Stuttgart.
Geil!