Im April wurden weltweit 1,6 Millionen Elektrofahrzeuge (reine Stromer und Plug-in-Hybride) verkauft, berichten die Analysten von Benchmark Mineral Intelligence. Seit Jahresbeginn summierten sich die Verkäufe auf 5,6 Millionen Einheiten. Gegenüber April 2025 stiegen die Verkäufe um 6 Prozent, gegenüber März 2026 gingen sie um 9 Prozent zurück.
Charles Lester von Benchmark Mineral Intelligence erklärt, das Wachstum habe sich nach dem Anstieg im März abgeschwächt. Die Verkäufe seit Jahresbeginn lägen geringfügig unter dem Niveau von 2025. Wachstum in Europa und im Rest der Welt stehe Schwäche in China und Nordamerika gegenüber.
Europa bleibt laut der Auswertung der wichtigste Wachstumsmotor: Im April 2026 stiegen die Verkäufe dort um 27 Prozent auf etwas mehr als 400.000 Einheiten. Seit Jahresbeginn legten Frankreich und Deutschland um 36 beziehungsweise 33 Prozent zu. In Italien haben sich die E-Fahrzeug-Verkäufe nahezu verdoppelt. Unterstützt wurde dies durch staatliche Subventionen. Ein erheblicher Anteil entfiel auf chinesische Hersteller.
Die europäische Nachfrage wurde laut der Analyse weiter durch steigende Benzinpreise infolge des Konflikts im Nahen Osten gestützt. Im Januar und Februar 2026 lag das Wachstum bei 19 Prozent. Im März und April beschleunigte es sich auf 30 Prozent. Der Anteil in China gebauter Elektrofahrzeuge nahm in Europa zu. 2025 wurden 19 Prozent der verkauften E-Fahrzeuge in der Volksrepublik produziert. 2026 waren es bislang 22 Prozent, mit weiterem monatlichem Anstieg. Seit Jahresbeginn wurden 1,6 Millionen E-Fahrzeuge abgesetzt, ein Plus von 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
In Nordamerika gingen die Elektrofahrzeug-Verkäufe in den USA und Kanada seit Jahresbeginn um 25 Prozent auf 450.000 Einheiten zurück. Mexiko wuchs dagegen um nahezu 50 Prozent, vor allem durch chinesische Modelle. Ende 2025 waren viele Elektrofahrzeuge aus China vor der Einführung eines 50-Prozent-Importzolls nach Mexiko exportiert worden.
Der E-Fahrzeug-Markt in China lag seit Jahresbeginn 17 Prozent im Minus (2,8 Mio.). Der Rückgang konzentrierte sich stark auf kleinere Fahrzeugsegmente, die von Subventionsanpassungen zu Jahresbeginn betroffen waren. Gleichzeitig stiegen die Exporte aus der Volksrepublik deutlich: Im April 2026 exportierte das Land mehr als 400.000 E-Fahrzeuge. In den ersten vier Monaten 2026 waren es fast 1,4 Millionen Einheiten. Das war mehr als doppelt so viel wie im gleichen Zeitraum 2025.
Im Rest der Welt wurden seit Jahresbeginn 840.000 E-Fahrzeuge verkauft. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahrszeitraum einem Plus von 89 Prozent.

South meint
Mja, im ersten Schritt treiben die hohen Spritkosten viele nicht nur zu den BEV, sondern auch viele erstmal zu den Hybriden. Und das wird m.E. unterschätzt. Viele Hybridfahrer machen da lange erste praktische Erfahrungen mit dem eAntrieb. Ich kann zwar nicht mit guten Daten dienen, aber ich kenne einige, welche dann vom Hybriden zum BEV gekommen sind.
Ein zweiter großer Weg ist tatsächlich das BEV Leasing, einmal über den Zweitwagen (da ist bei uns in der Gegend der Cupra Born sehr beliebt, der mal mit guten Konditionen in den Markt gedrückt wurde) oder auch als Erstwagen, so nach dem Motto, na wenns nix ist, dann hab ich das eAuto nach dem Leasing los.
In Kürze. Viele Springen nicht, aus ihrer Sicht, kalte Wasser. Deshalb sind auch Hybride in der Statistik als Treiber für die BEV nicht zu unterschätzen…
Mäx meint
Das globale Minus bzw. das ausbleiben eines Wachstums wird ja vom Minus aus China getragen.
Wenn man sich den chinesischen Markt anschaut, sind aber die Verbrenner Zahlen noch mehr eingebrochen, sodass der BEV Anteil und auch PHEV/EREV Anteil gesteigert werden konnte, obwohl absolut gesehen weniger Fahrzeuge verkauft wurden.
Das muss man immer mit betrachten, sonst kommen schnell die Leute aus den Ecken und leiten ab, dass keiner mehr Elektro kaufen will, obwohl die Fakten eben was anderes sagen, diese aber weggelassen werden.
Böhser Neffe meint
Können sich die aktuell hohen Benzinpreise überhaupt schon in den Neuzulassungen bemerkbar machen, gibt ja (teils hohe) Lieferzeiten für Neuwagen.
Vorteil PHEV, je nachdem ob gerade Strom oder Benzin billiger ist, kann man das eine oder das andere tanken.
South meint
Mja, aber dafür auch die doppelte Technik bezahlen und warten… und auch da kommt man eben sehr schnell drauf, dass man sich den Verbrennerteil schenken kann…. mit eigener HH Stromanschluss kann der Sprit nämlich preislich eh nicht mehr mithalten, selbst vor der Krise…