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Ford plant Rückkehr des Fiesta mit Renault-Technik für 2028

27.05.2026 in Neues zu Modellen von Thomas Langenbucher | 8 Kommentare

Ford-Fiesta-1

Bild: Ford (Symbolbild)

Der Ford Fiesta kehrt nach Informationen von AutoExpress im Jahr 2028 zurück. Nach dem Ende der Produktion Mitte 2023 soll der Kleinwagen als eines von fünf neuen, speziell für Europa entwickelten Modellen wieder auf den Markt kommen. Die neue Generation wird laut dem Bericht rein elektrisch betrieben.

Ford soll für dieses Vorhaben im Rahmen einer im Dezember 2025 verkündeten Partnerschaft die „AmpR Small“-Architektur von Renault nutzen. Diese Technologie bildet auch die Basis für die französischen Elektro-Kleinwagen Renault 5, Renault 4, Renault Twingo und Alpine A290 sowie den Micra vom weiteren Renault-Partner Nissan. Durch die Kooperation mit dem Konzern erhält Ford zudem Zugriff auf die Batterie- und Motorentechnologie des französischen Autoherstellers.

Eigene Auslegung von Renault-Technik

Die technologische Grundlage dient AutoExpress zufolge der Entwicklung zweier neuer Modelle: eines kleinen Wagens zur Wiederbelebung des Fiesta-Namen sowie eines kleinen Elektro-SUVs. Beide Fahrzeuge werden von Ford entworfen und erhalten eigenständige Karosserien, anstatt lediglich umgestylte Versionen der Renault-Modelle zu sein.

Der neue Fiesta soll eine spezifische Fahrwerksabstimmung bekommen, um die typische Fahrdynamik des Herstellers zu gewährleisten. Ein ähnliches Konzept nutzte Ford bereits bei den Elektroautos Explorer und Capri zur Abgrenzung von den Modellen ID.4/ID.5 des Partners VW, die auf derselben Architektur basieren.

Jim Baumbick, Präsident von Ford of Europe, erklärte gegenüber Medien, dass das Unternehmen die Entwicklung von Design sowie Lenkung, Fahrwerk und Bremsen leiten werde, um die Markenidentität zu stärken. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir das Angebot deutlich von der Konkurrenz abheben können.“ Baumbick weiter: „Ford wird bei der Entwicklung des Designs sowie bei Aspekten wie Fahrkomfort, Lenkung, Handling und Bremsverhalten eine Vorreiterrolle einnehmen, um die einzigartige Ford-DNA einzubringen und unsere Markenpositionierung zu stärken.“

Die Kooperation mit Renault konzentriert sich auf das B-Segment (Kleinwagen). Während der Ford Puma Gen-E mit etwa 4,2 Metern Länge bereits diesem Segment zugeordnet werden kann, sieht Europa-Präsident Baumbick die neuen Ford-Modelle als Ergänzung zum Puma an. Aufgrund der gemeinsamen Plattform mit dem Renault 5 sind ähnliche Dimensionen und technische Spezifikationen zu erwarten. Renaults kleines, 3,92 Meter langes E-Auto bietet Batterien mit 40 und 52 kWh, wobei die größere Variante eine Reichweite von bis zu 410 Kilometer nach WLTP-Zyklus ermöglicht.

Ford setzt in Europa auf Kooperationen und eigene Technik

Die strategische Partnerschaft mit der Renault Group sei ein wichtiger Schritt für Ford und unterstütze die Strategie, „ein hocheffizientes und zukunftsfähiges Geschäft in Europa aufzubauen“, so der Chef des US-Konzerns Jim Farley zur Bekanntgabe der Kooperation. „Wir werden die industrielle Größe und die E-Fahrzeug-Ressourcen der Renault-Group mit dem ikonischen Design und der Fahrdynamik von Ford kombinieren, um Fahrzeuge zu entwickeln, die Spaß machen, leistungsfähig sind und den typischen Ford-Charakter haben.“

Farley hob im Gespräch mit Medien die Komplementaritäten mit den Franzosen hervor. „Wir sind in verschiedenen Bereichen gut, aber wir können uns sehr gut ergänzen“, sagte er. Ford und Renault seien ähnlich groß und könnten gemeinsam sehr viel erreichen, sei es im Wettbewerb mit dem europäischen Autokonzern Stellantis oder den Chinesen. Flankierend zur schon länger bestehenden Kooperation mit VW und der neuen Kooperation mit Renault treibt Ford eine neue Plattform und ein neues Fertigungssystem für besonders erschwingliche E-Autos voran, die anderem auch für Europa genutzt werden soll.

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Via: AutoExpress
Tags: Europa, Ford Fiesta, KooperationUnternehmen: Ford, Renault
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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. tutnichtszursache meint

    28.05.2026 um 09:12

    Es ist schon eine Bankrotterklärung, dass ein solcher Hersteller nicht fähig ist abseits von Pickup Trucks und Transportern anscheinend kein konkurrenzfähiges Auto für Europa mehr bauen zu können.
    Aber es wird halt belohnt, dass Detroit vor zehn Jahren beschlossen hat, dass man abgesehen vom Welthit Mustang keine PKW mehr bauen will, sondern nur noch SUVs und Pickups. Dazu wurde Ford of Europe zum Kellner degradiert, früher gab es mal einen kompletten Vorstand, heute nur noch einen Geschäftsführer, der nur an Detroit berichtet – Klasse Management.

    Antworten
    • Realist meint

      29.05.2026 um 05:50

      Abgesehen davon, dass es völlig unsinnig war, die Modellpalette so auszudünnen und jetzt mit fremder Hilfe eine Rolle rückwärts – zumindest im Kleinwagenbereich – zu machen, verstehe ich das Konzept nicht.
      Oder liegt das daran, dass es keins gibt? Der Mustang Mach E steht auf eigener Plattform, Explorer und Capri aufgrund der Partnerschaft mit VW auf MEB, für den technisch mit dem letzten Fiesta verwandten Puma hat man die Verbrennerplattform auf E umgerüstet, will jetzt aber für den neuen Fiesta mit Renault kooperieren.
      Der nächste Kleinstwagen wird dann vermutlich mit Stellantis entwickelt und der Mondeo-Nachfolger ein umgelabelter Mazda 6e oder wie?
      So wild zusammengesetzt ist sonst nur die Einrichtung einer Studentenbude.

      Antworten
  2. Hannes meint

    27.05.2026 um 17:16

    Jott beschötz uns vür Rään un Wind un Auto’s, die op Frankreich sind.

    Antworten
    • FrankyAC meint

      28.05.2026 um 09:19

      Dat häsde joot jesaat.
      Bei allem, was ich so über französische E-Autos lese, will ich auch keins in Ford-Verkleidung.

      Antworten
  3. MK meint

    27.05.2026 um 11:18

    Renault selber hat ja betont, dass es bei dem Renault 5 in erster Linie um ein Lifestyle-Fahrzeug mit entsprechendem Design ging, was sich in allen Tests dann in einem hohen Verbrauch widerspiegelt. Der Technik dahinter noch mal eine andere Hülle überzustülpen und ein „Alltagsfahrzeug“ herauszubringen, würde aus meiner Sicht auf jeden Fall Sinn machen. Auch auf Märkten, wo Ford immer besonders stark war, Marktanteile zu gewinnen, die Renault sonst nicht bekäme (z.B. in GB), ist sicher ein logischer Gedankengang. Nur, dass man dafür noch bis 2028 braucht, finde ich sehr schade…zumal der Renault 5 dann schon 4 Jahre auf dem Markt ist und man sich fragen muss, wie lange die Produktion des neuen Fiesta dann laufen kann.

    Antworten
  4. CaptainPicard meint

    27.05.2026 um 11:12

    Das heißt man kann sich künftig einen ID.4, ID.5, Renault 4 und Renault 5, alle mit Ford-Logo, kaufen.

    Was ist das bitte für eine Strategie? Das kann doch langfristig nicht aufgehen einfach sein gesamtes Lineup mittels Badge-Engineering von Konkurrenzmodellen aufzustellen.

    Antworten
    • M. meint

      27.05.2026 um 13:50

      ID.4, ID.5 gibt es wie gesagt schon von Ford.
      Die heißen dort „Explorer“ und „Capri“.
      Das ist schon nicht ganz gelungen, besonders was den Capri betrifft. Ford hat bei der Verwurstung seiner Legenden kein glückliches Händchen.

      Aber der R5 ist als Fiesta viel zu teuer. Der R5 geht aktuell als Lifestyleprodukt durch, das kann der Fiesta niemals bieten. Der sollte eher auf dem Twingo basieren.

      Antworten
  5. F. K. Fast meint

    27.05.2026 um 10:21

    Interessant, dass Renault seine Plattform nicht nur selber nutzt, sondern auch Nissan und nun auch Ford daran teilhaben laesst. Das erhoeht die Stueckzahlen, reduziert die Preise auf Herstellerseite und erhoeht die Verfuegbarkeit von Ersatzteilen fuer den Kunden.

    Antworten

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