Der Werksleiter der Tesla Gigafactory Berlin-Brandenburg, André Thierig, hat in einem Interview mit der Automobilwoche über die Entwicklung des Standorts in der Gemeinde Grünheide sowie über strategische Ausrichtungen gesprochen. Während das Werk in der Vergangenheit mit Themen wie Betriebsratswahlen, hohen Krankenständen und schwächelndem Absatz konfrontiert war, verzeichnet Tesla derzeit steigende Absatzzahlen beim in Deutschland gebaut Model Y und stellt neues Personal ein.
Thierig beschreibt den Unterschied zu etablierten Herstellern wie seinem früheren Arbeitgeber Ford durch das Fehlen von Altlasten in Fabrik, Konstruktion und Organisation. Er betont die flachen Hierarchien und kurzen Entscheidungswege des US-Elektroautopioniers. Durch eine hohe Fertigungstiefe könne Tesla Produktionskapazitäten schneller anpassen – wie etwa bei der Entscheidung, das Model Y für den kanadischen Markt in Berlin zu fertigen.
Die Batteriezellfertigung in Grünheide wird von 8 auf 18 Gigawattstunden (GWh) pro Jahr ausgebaut. Ziel ist es laut dem Werkleiter, die Regionen und Fabriken unabhängiger von globalen Lieferketten zu machen, da Akkus derzeit noch aus Texas geliefert werden. Ein weiterer Ausbau der Zellkapazität sei aktuell nicht geplant, jedoch biete der vorhandene Platz in der Fabrik Möglichkeiten für zukünftige Erweiterungen.
Bezüglich neuer Tesla-Produkte wie dem E-Lkw Semi, dem humanoiden Roboter Optimus oder die Pick-up-Truck Cybercab gibt es am Standort noch keine konkrete Entscheidung. Hier hänge die Einführung vom Markt ab, erklärt Thierig. Bisher wird in Deutschland exklusiv das Mittelklasse-SUV Model Y hergestellt. Der deutsche Manager bezeichnet Tesla als „Tech-Konzern“. Er sieht das Unternehmen jedoch weiterhin als Hersteller von Automobilen, da das Auto ein elementarer Teil der vorangetriebenen Künstliche-Intelligenz-Anwendungen sei – vor allem beim autonomen Fahren.
Thierig warnt vor zu starker Regulierung
Hinsichtlich der Zulassung des Assistenzsystems mit fortschrittlichen Selbstfahr-Funktionalitäten Full-Self Driving (FSD) in Europa erwartet Thierig bei einer Freigabe eine deutliche Adoptionskurve. Er sieht die Gefahr, dass zu starke Regulierung junger Technologien wie der Zelltechnik Innovationen hemmt und den Anschluss an Unternehmen aus den USA oder China gefährdet.
Zum Thema Krankenstand gab der Leiter des Brandenburger Standorts an, dass dieser aktuell unter fünf Prozent liege. Zuvor waren Spitzenwerte von 17 Prozent erreicht worden. Um der Ausnutzung des Systems entgegenzuwirken, wurden Maßnahmen wie eine Anwesenheitsprämie sowie die Prüfung von Krankmeldungen eingeführt. Hausbesuche bei langzeitkranken Mitarbeitern durch den Personalleiter und den Fertigungsleiter fanden statt, um das Interesse an der Arbeit zu prüfen.
Das Verhältnis zwischen Tesla und der IG Metall ist seit Jahren von Konflikten geprägt. Eine Verhandlung mit der Gewerkschaft sieht Thierig nicht als notwendig an. Er begründet dies damit, dass die Entgelte in der Produktion seit 2022 um über 25 Prozent erhöht wurden und das Angebot des Unternehmens besser als der regionale Tarif sei. Zudem habe die IG Metall bei den letzten drei Betriebsratswahlen ihre Ziele nicht erreicht.
Als zentrale Herausforderungen für eine profitable Produktion in Deutschland nennt Thierig Energiepreise, Versorgungssicherheit und Genehmigungsverfahren. Zur Deckung des Strombedarfs nutzt das deutsche Werk seinen Angaben zufolge bereits 15 MWp installierte Photovoltaik-Kapazität. Mit Blick auf die Bürokratie meint der Werkleiter: „Wenn wir agil sein wollen, müssen Behörden und Politik mitgehen. Wenn wir etwa aufgrund einer FSD-Zulassung schnell eine neue Fertigung aufbauen wollten, wären sehr lange Genehmigungsverfahren problematisch.“
Effizienz bleibe für Tesla entscheidend, erklärt Thierig. Man vergleiche bei den internationalen Standorten viele Kennzahlen: Personaleffizienz, Energieeffizienz, Qualität, Kosten. Die Kosteneffizienz des Werks in Shanghai werde man in Deutschland nie erreichen. Aber ein Auto aus China müsse nach Europa verschifft werden und Einfuhrzölle tragen. „Solange wir dieses Delta nicht überschreiten, haben wir mit der Fertigung in Deutschland ein gutes Geschäftsmodell“, so der deutsche Werkleiter.

hu.ms meint
Warum hier immer diese klein-klein und „mach ich mir die welt wiesiemir gefällt“ verkaufszahlen.
Einfach die marktanteile 2025 mit den bisherigen 2026 vergleichen:
– in D
– in europa
– weltweit
Aber an objektivität fehlt es ja fast allen kommentatoren hier !
hu.ms meint
Nach meinen infos liegt die produktionskapazität in GH bei rd. 375K p.a.
Ist also aktuell zu rd. 50% ausgelastet und war 2023 schon um einiges höher.
Tesla mag von den aktuell hohen kraftstoffpreisen profitieren, da sie die kürzesten lieferzeiten haben. Da kaufen eben leute, die unbedingt schnell ein familien-BEV haben wollen, sich mit dem ami-bedienkonzept rumärgern wollen und sich nicht über die ersatzteillieferzeit informieren.
Mögen in ganz europa 5k pro monat mehr sein -das wird in wenigen monaten wieder vorbei sein.
BEV meint
keine Angst, der deutsche Steuerzahler DEP* wird euch schon pempern, damit der Diesel-Skandal Verein nicht pleite geht
Paule meint
„Ist also aktuell zu rd. 50% ausgelastet“
Du meinst, die könnten – wenn sie wollten – die aktuell vielen offenen Bestellungen schneller abarbeiten und die aktuelle Lieferfrist August verkürzen? Es wäre also technisch und personell möglich?
Also einfach 1,5 Schichten mehr fahren, 5.000 Mitarbeiter zusätzlich einstellen (die jetzigen sind am Belsatungslimit, gabe ich gelesen)?
So recht glaube ich nicht daran.
hu.ms meint
Das meine ich nicht !
Das machen sie auch nicht, weil es nur ein unvorhersehbares strohfeuer für ein paar tausend zusätzliche MY ist.
Andere hersteller haben noch längere lieferzeiten und fahren die produktion auch nicht hoch. Ausserdem ist das bei den lieferketten nicht so einfach.
Paule meint
Haben sie aber:
Produktionsrekord: Im ersten Quartal 2026 erreichte das Werk mit 61.000 produzierten Fahrzeugen einen neuen Höchstwert.
hu.ms meint
Und das sind genau wieviel % mehr als in den vorquartalen ?
Wieder mal typisch – eine zahl hinwerfen ohne vergleich oder relation !
MichaelEV meint
Du willst eine temporäre Ausnahme (leicht gesunkene Absatzzahlen, insbesondere durch Produktionsumstellung begründet) fälschlicherweise zur Regel deklarieren. Tatsächlich ist der jetzige Vorgang die Rückkehr zur Regel.
Und das ist nur der Anfang; denn vieles, was Tesla zuletzt blockiert hat, schwindet: marktverzehrende CO2-Regulation, unrentable „Konkurrenz“, Verbrenner als Konkurrenz
hu.ms meint
Die produktionsumstellung war nur im Q1 2025 !
Zu 2026 einfach bei eu-evs nachsehen:
Tesla in europa kaum verändert 9% der BEV-neuzulassungen. VW-group auf 20% gesunken
hu.ms meint
Thorsten:
Warum die einzelländer- auflistung ?
Einfach bei eu-evs für 2026 nachsehen:
Tesla wie 2025 rd. 9% marktanteil.
Marktführer VW-group 2026 rückgang auf 20%.
Powerwall Thorsten meint
Vielleicht sollten einige der Kommentatoren hier, die wohl irgendwie ein Neid Problem zu haben, scheinen einfach mal die aktuellen Zahlen, wie sie Tropfen für Tropfen aus dem Monat Mai herein kommen beachten.
Frankreich: +655%
Portugal:+ 350%
Dänemark + 136%
Spanien +113%
Schweden +71%
Norwegen +27%
Und nein, die Verkäufe sind nicht irrelevant. In Frankreich sind das weit über 5000 Fahrzeuge in einem Monat.
Weniger FUD mehr Fakten
Danke – Bitte :-)
MK meint
@Powerwall Thorsten:
„irrelevant“ sind sie nicht…aber so aus dem Kontext gerissen halt auch nicht relevant. Wie heißt es so schön: Abgerechnet wird zum Schluss…also was am ende eines gesamten Jahres weltweit verkauft worden ist…und vor Allem mit welchem Gewinn. Und da hat Tesla nun Mal in den letzten beiden Jahren einen Gewinnrückgang von 75% vermeldet.
Jörg2 meint
Diese Abrechnung sah doch die letzten Jahre, so „pie mal Daumen“, immer so aus:
Weltweit mit führend in der Anzahl der verkauften BEV.
Positives Betriebsergebnis trotz Nur-BEV-Geschäft.
In Summe: Gut angekommen im weltweiten BEV-Markt.
Von welchem ehemaligen Nur-Verbrenner-Hersteller kann soetwas berichtet werden?
MK meint
@Jörg2:
Das ist aber sehr „Pi mal Daumen“, wenn man bedenkt, dass BYD 2025 rund 35% mehr BEVs verkauft hat als Tesla (2,256 Mio. bei BYD gegenüber 1,636 Mio. bei Tesla).
Also: Ja, man kann sich alles schön reden, in dem man es irrelevant ansieht wenn aus „mit großem Abstand weltweitführend“ ein „unter den führenden dabei“ wird….zumal wenn der Absatz gegenüber dem Vorjahr um fast 10% und der Umsatz um immerhin 3% zurückgegangen sind.
„Gut angekommen“ bestreitet also niemand. Insgesamt „gut“ ist aber in diesem Fall halt mit einer sinkenden Tendenz versehen.
Oder anders formuliert: Hätten wir diese Diskussion vor einem Jahr geführt, hätten Sie „weltweit führend“ schreiben können, jetzt mussten Sie „weltweit MIT führend“ schreiben um zu kaschieren, dass man überholt worden ist.
Jörg2 meint
MK
Möchtest Du nochmal meinen Beitrag lesen und dann Dir ansehen, was Du darauf antwortest?
Danke!
„Weltweit mit führend…“ falsch oder richtig?
„Positives Betriebsergebnis trotz nur BEV…“ falsch oder richtig?
Powerwall Thorsten meint
@MK
Tesla captured nearly 13% of the global BEV market in Q1 (up from 10% in Q4 2025), overtaking BYD as the industry’s top seller, according to new data from Counterpoint Researc
MK meint
@Jörg2:
Ich habe nirgendwo geschrieben, dass Ihr Kommentar inhaltlich falsch wäre, im Gegenteil… Ich habe aber geschrieben, dass Sie ziemliche Verrenkungen unternehmen müssen, um zu kaschieren, dass die Lage noch 2 Jahre zuvor deutlich rosiger war.
MK meint
@Powerwall Thorsten:
Spannend sind doch Gesamtjahre…grade Tesla hatte schon immer starke Schwankungen zwischen den einzelnen Quartalen. Hinzu kommen auslaufende Förderungen in China, die BYD natürlich deutlich härter treffen als Tesla, bei denen die Erfahrungen aus anderen Märkten (z.B. Deutschland) zeigen, dass sich das schnell wieder ändert…zumal Rundungseffekte schon was spannendes sind: Ihre Aussage 13% Marktanteil vs. 10% Marktanteil suggeriert einen Vorsprung seitens Tesla von 30% vor BYD…schaut man sich die konkreten Zahlen an (358.000 BEV bei Tesla vs. 310.000 BEVs bei BYD) schrumpft alleine durch diese Rundung der Vorsprung schon wieder um die Hälfte.
Aber wenn Sie sich schon auf den Counterpoint-Bericht vom 28.05. beziehen, wissen Sie ja auch, dass Tesla z.B. 2024 noch bei 17% Marktanteil lag und 13% jetzt nicht grade ein Grund zu feiern sind.
PS: Spannend auch, dass Sie immer nur antworten, wenn Sie meinen, Sie hätten ein Gegenargument…oder wie war das mit der Behauptung , dass Tesla keine Werbung schalte unter dem Artikel zu den Preisnachlässen?
Paule meint
„also was am ende eines gesamten Jahres weltweit verkauft worden ist“
Nöö. Relevanter Maßstab ist nur Europa-Absatz und der Marktanteil in Deutschland. Man könnte meinen, Du liest hier nicht mit.
MK meint
@Paule:
Sorry, war mir entgangen. Dank Ihres Kommentars habe ich schnell einen Kredit aufgenommen und alles in Renault-Aktien gesteckt, weil der Renault 5 in Hintertupfingen-Kleinhausen 50% Marktanteil hat…ein eAuto eines anderen Herstellers wurde dann doch noch verkauft ;)
Paule meint
Sorry, hab das [ironie=on] vergessen.
Powerwall Thorsten meint
Ja, so sieht man das wohl, wenn man Tesla nicht verstanden hat und die Investitionen in die Zukunft nicht berücksichtigt, sondern nur den zu versteuernden Gewinn betrachtet.
Wir reden Ende 2026 wieder und dann Ende 2027, und dann Ende 2028 ……..
Time will teach you
:-)
hu.ms meint
Thorsten – einfach nur noch lustig !
Als letztes jahr die tesla-skeptiker von schwachen zulassungszahlen in verschiedenen ländern schrieben, kam aus antwort, dass nur grössere zeiträume (mindl. ein Q) und der weltmarkt aussagekräftig sind.
Und was schreibst du jetzt hier: einen monat und einzelne europäische länder.
Damit machst du dich einfach nur noch völlig unglaubwürdig !
Wie sieht denn das Q1 weltweit für tesla aus im vergleich zu den vorquartalen – nicht nur dem vorjahresquartal !
Futureman meint
Einer der wenigen Autohersteller, der in Deutschland neue Mitarbeiter einstellt. Merkwürdig, dass es einige hier als negativ ansehen, wenn Autos exportiert werden. Für die deutsche Wirtschaft auf jeden Fall besser, als „deutsche“ Autos aus dem Ausland hier zu kaufen.
Paule meint
Interessanterweise liegt die Exportquote von Grünheide deutlich unter Gesamtschnitt. Noch krasser: Die Exportquote der deutschen Automobilindustrie liegt aktuell (bezogen auf die jüngsten abgeschlossenen Jahresdaten) bei etwa 76 bis 78 Prozent.
David meint
Ich denke, das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass es Tesla ist. Da kann man überhaupt nichts glauben und wenn wir uns die Zahlen vom letzten Jahr anschauen, dann steht in der Standortübersicht bei Grünheide die Zahl 375.000 und herausgefunden hatte man, es sind 160.000 ausgeliefert worden. Tatsächlich ist die Zahl jetzt im Q1 Bericht auch nicht mehr zu finden gewesen. Aber nicht, dass man eine andere eingesetzt hätte. Nein, die Page gibt’s einfach nicht mehr. Na sowas!
Paule meint
Vielleicht war es nur ein Traum von Dir?
Ich tippe aber eher auf einen Zahlendreher in Deiner Erinnerung. Die Ziffern stimmen ja:
Produktionsrekord: Im ersten Quartal 2026 erreichte das Werk mit 61.000 produzierten Fahrzeugen einen neuen Höchstwert.
NeutralMatters meint
Kanada hat ca. 41 Mio. Einwohner, halb so viele wie die BRD, von Europa ganz abgesehen.
Der Hintergrund der Produktion für Kanada ist, dass Tesla nicht die für das Werk geplante Menge an Fahrzeugen absetzen kann und daher Ausweichmärkte braucht – auch in Kombination der geopolitischen Spannungen zwischen den USA und Kanada.
FSD ist das Papier nicht wert, auf dem „Full-Self-Driving“ geschrieben steht – wollte Tesla eine SAE Lvl 3 Zertifizierung, könnte das entsprechend umgesetzt werden, die Regulation – die Leitlinien dafür gibt es – es gibt auch Hersteller die das schon geschafft haben, selbst wenn das jeweilige Paket nicht mehr kaufbar ist.
In China wird FSD bereits zu „Tesla Assisted Driving“ geändert.
Die Aussagen von André Thierig sind hoch-interessant, vorallem im Kontext der Wirklichkeit.
MichaelEV meint
Andersherum sollte man sage, eure Kommentare sind die Bytes nicht wert, die leider für die Bereitstellung des BS verschwendet werden.
z.B. zu Level 3: Es muss eine Übergabezeit von ca. 5-10 Sekunden zugesichert werden. Anders als manche vielleicht in ihren alternativen Realitäten glauben, gibt es keine Glaskugeln, mit denen die Zukunft vorgesehen werden kann; dann wäre Level 3 keine schlechte Sache.
Die Realität aber ist, dass weder Mensch, Maschine noch sonst irgendwas diese 5-10 Sekunden in die Zukunft blicken kann. Um diese 5-10 Sekunden zusichern zu können, wird die zugestandene Komplexität für die Level 3-Szenarien so weit minimalisiert, dass letztendlich vollkommen belanglose Anwendungsfälle entstehen.
Sehr viel Aufwand für sehr wenig Nutzen. Wer schlau war, hat sich nie mit Level 3 befasst. Wer nicht schlau war, hat die BS-Story angefangen und mit einem kleinen Rest-Schlauheit mittlerweile wieder aufgegeben.
NeutralMatters meint
Was du als „BS“ beschreibst, ist nichts anderes als ein Ablenken vom obersten Zieles, der vollen autonomen Fahrleistung.
Wenn die Maschine nicht im Rahmen ihrer zeitabhängigen Prognose Entscheidungen treffen kann, wird es auch nie volles autonomes Fahren geben, von niemanden.
Das würde aber auch bedeuten, dass Tesla nie die versprochene Fähigkeit entwickeln kann, oder sonst wer. FSD „Supervised“ ist demnach nichts als leere Versprechungen oder inhaltsleeres Marketing.
Zudem heißt es gemäß der Regulation, dass bei SAE Level 3 mindestens 10 Sekunden gegeben sein müssen, nicht 5 Sekunden oder bis zu 10 Sekunden.
Da helfen auch alle Ad-Hominem-Anschuldigungen nichts.
MichaelEV meint
Mehr Sekunden macht es ja nur um so schlimmer.
Also ist dein Argument „wenn die Maschine nicht mind. 10 Sekunden schauen kann, wird es nichts mit autonomen Fahren“? Es wird ja immer verrückter!
Powerwall Thorsten meint
Ich weiß nicht ob du es schon wusstest, aber Tesla hat in Texss wohl eine Level 4 Zertifizierung erhalten – Läuft
:-)
Mäx meint
Dabei muss man sagen, dass man sich seit neuestem selbst zertifizieren darf.
Es muss also heißen: Tesla hat sich selbst L4 zertifiziert, weil man das in Texas eben darf.
Bei Boeing lief das mit den Selbstzertifizierungen so gut, dass man das jetzt nicht mehr darf.
Immerhin 42 Stück hat Tesla gemeldet, gegenüber 577 Waymos erscheint das erstmal wenig.
Man muss aber zumindest anerkennen, dass Tesla wohl schneller skalieren könnte.
Tesla-Fan meint
Selbst-Zertifizierungen sind nichts Neues oder gar Ungewöhnliches bei der Zulassung/Homologation von Fahrzeugen.
Der Hersteller bestätigt gegenüber der Behörde, das er die lokalen Gesetze/Vorschriften einhält/erfüllt.
Die zuständige Behörde behält sich eine Überprüfung vor.
Wer da bescheisst ist selbst schuld – erstens wird man streng dafür bestraft und zweitens wird die Behörde beim nächsten Mal besonders gründlich prüfen. Und das kann dann dauern. Und in dem Fall bedeutet Zeit=nicht verkaufte Autos….
Jörg2 meint
„… wollte Tesla eine SAE Lvl 3 Zertifizierung …“
Ich vermute, Tesla will eine solche Zertifizierung nicht.
Mir erschließt sich auch der Nutzen eines solchen Zertifikates nicht. Aber vielleicht kannst Du dazu etwas schreiben?
Mich, als Produktnutzer jedweden Produktes, interessieren die Produkteigenschaften. Beim halbautomatischen Fahren also die Fähigkeiten eines Autos, dies zu tun. (Nein, ich fahre keinen Tesla.) Ob es dafür, neben den zugelassenen Eigenschaften noch irgendeinen Stempel gibt (der die Eigenschaften offenbar nicht erweitert), ist mir persönlich egal.
Tesla-Fan meint
Richtig.
Tesla hat nie von Level 3 gesprochen, weil es erwiesenermaßen Müll ist.
Bei Level 4/5 spielt die Musik.
David meint
Der ist so lustig. Er baut ein einziges Modell in Europa in seinem Werk, es ist nicht einmal möglich, das Model 3 am gleichen Band zu bauen, aber quasselt davon, was man alles bauen könnte… und übrigens hat sein alter Arbeitgeber Ford im letzten Jahr in Deutschland mehr Elektroautos zugelassen als Tesla.
Bei den Hausbesuchen kranker Mitarbeiter liegt er allerdings tatsächlich vorne. Sie sind halt ein Sweatshop. Nur haben sich die Gewerkschaften darauf eingestellt und empfehlen, einfach nicht aufzumachen. Dann muss er wieder gehen. Ende.
Dass sie auch die Lohnfortzahlung bei Krankheit einstellen, erwähnt er seltsamerweise nicht mehr. Wie man hört, sind sie damit ein paarmal bitter vor Gericht mit baden gegangen. Extrem unschlau. Denn zusätzlich zur Schmach ist man jetzt entsprechend bei Gericht verbrannt, was in den nächsten Jahren bei Grenzfällen sicherlich nicht helfen wird.
Powerwall Thorsten meint
Hallo David,
anstatt hier immer wieder deine „Weisheiten“ zu produzieren die sich in der Regel dann immer irgendwie in Luft auflösen (runde Zellen sind von gestern, den Cyber Truck wird es nie geben, den Semi Truck wird es nie geben, Tesla produziert Schwachlastzellen, – um hier nur einige zu nennen, erzähl uns doch mal was zum Notbremseassistenten in Verbindung mit Radar deiner Lieblings-MEB-Plattform.
Allen, die es noch nicht gesehen haben, empfehle ich hier noch einmal das aktuelle Video von Herrn Bloch, einem eher Tesla kritischen Redakteur.
Interessant ist einer der letzten Sätze im Video:
Zitat:
Also gleiches Niveau. Kleinwagen und Tesla.
Hyundai und Tesla retten den Scooterfahrer zumindest einmal.
VW und BYD schaffen das nicht.
Fakt ist, keines der Systeme hat perfekt funktioniert, aber
man kann jetzt nicht klar sagen, dass die Kamerasysteme, aber so ehrlich muss man sein, einen gewaltigen Nachteil
haben.
gegenüber den kombinierten Systemen.
David meint
In deiner Verzweiflung schlägst du mal wieder komplett um dich. Jetzt wird sogar Bloch zitiert, der neulich noch völlig unakzeptabel war. Und von mir erfindest du Behauptungen. Pfui! Da Tesla bekanntlich zum Höchststand seines Absatzes in Europa 1/3 verloren hatte, gibt es jetzt zumindest wieder Potenzial für Steigerungen.
Die Europawerte von Tesla werden wir aber dann diskutieren, wenn es hier an der Reihe ist. Sollten das die Quartalsergebnisse sein, wäre es auch interessant, welche Rückstellungen sie für die vielen Prozesse von FSD Kunden in China und USA bilden müssen.
Jetzt geht es aber erstmal um die lächerlichen Behauptungen des Werkleiters und damit auch um die miesen, aber untauglichen Methoden der Tesla Führung, um Lohnfortzahlung auszuhebeln.
EVrules meint
Powerwall Thorsten – Der Cybertruck verkauft sich wie gut?
Die Rundzellen bleiben wie weit hinter den Ankündigungen zurück?
Welche Modularität besteht zwischen Model 3 und Model Y?
Wie stark verspätet startet der Semi?
Powerwall Thorsten meint
Timelines reißen alle Hersteller, Ankündigungen auch, warum ist das nur bei Tesla ein Problem?
Ziele ändern sich (Gott sei Dank)
Lasst Elon nur machen – die meisten informierten Investoren sind zufrieden – Läuft
Powerwall Thorsten meint
Nicht ablenken – was ist denn nun mit dem Notbremsassistenten und dem ach so tollen Radar – von LIDAR reden ja eh nur noch die völlig Ahnungslosen.
hu.ms meint
Na wieder mal auf ein einzelthema = notbremsassistenten ausweichen ?
Schreib doch mal was zu den tesla-verkaufszahlen weltweit 2026 YTD und deren hochrechnung auf das ganze jahr.
Referendar meint
“ Awesenheitsprämie “ Ist das Betriebsklima so schlecht dass zum Gehalt noch eine extra Prämie nötig ist damit überhaupt noch jemand zur Arbeit erscheint?
Paule meint
Jeder Euro an Mitarbeiter ist eine Anwesenheitsprämie (auch Grundlohn genannt).
Referendar meint
Ach, beträgt der Grundlohn bei Tesla also max. 2000€ im Jahr? So hoch ist nämlich die Anwesenheitsprämie.
Da passt es ja gut dass die IGM wenigstens die Auszahlung der Überstunden und Schichtzulagen erreicht hat, nicht dass die Tesla Mitarbeiter noch Aufstockung beantragen müssen.
MichaelEV meint
Ist lustig solche Texte der KI vorzulegen:
Paule -> korrekt argumentiert (Bezahlung ist per se ein Anreiz für Anwesenheit)
Referendar -> nicht faktenbasierte Unterstellungen, Strohmann-Argumente, Themenwechsel, Framing
Paule meint
Die IGM ist von der Belegschaft mehrheitlich abgewählt, und das ist auch gut so.
Referendar meint
Lustig ist, dass deine KI nicht mal den Tarifvertrag bei Tesla Grünheide kennt.
Michael, für dich zur Aufklärung: Die Anwesenheitsprämie wurde geschaffen um den Krankenstand zu reduzieren. Die Prämie wurde von 1000€ auf max. 2000€ im Jahr erhöht wenn kein Krankenstand erfolgt. Paule und du setzen diese Prämie mit dem Grundlohn gleich, das sind zwei komplett verschiedene Tarifbausteine.
Frank Peters meint
Was soll er auch sonst sagen?
Eine Werksauslastung von ~50% mit EINEM Einheitsmodell, dass nur über den Preis zu verkaufen ist, da es technologisch und optisch zum Alteisen gehört.
David meint
Zudem hat er bestimmt einen Abfindungsdeal ausgehandelt. Natürlich ist der wichtigste Bestandteil dabei, bis zum Schluss die Kapelle auf der Titanic mit voller Lautstärke spielen zu lassen. Und das macht er.
MK meint
Die Aussage, dass man die Zellproduktion in Grünheide ausbaut, um unabhängiger von Lieferungen aus Texas zu werden, sollte man Donald Trump aber nicht zu Ohren kommen lassen ;) Es zeigt aber auch etwas anderes: Scheinbar ist es billiger, die Zellen in Deutschland mit deutschen Lohnkosten und deutschen Energiepreisen zu fertigen als aus den USA zu importieren.
Ansonsten: Tesla hat zuletzt selber eine recht geringe Auslastung gemeldet (sie dürfte weiterhin unter 60% liegen). Bevor also verzögerte Genehmigungen für Erweiterungsbauten zum Engpass werden, kann die Stückzahl schon noch deutlich steigen…
David meint
Zumindest ist es aber billiger, eine Produktion in Deutschland anzukündigen. Denn du darfst nicht vergessen: Es handelt sich hier um Tesla. Da gibt es fast jede Woche die Ankündigung einer Sensation.
Futureman meint
Wie z.B. die Verkaufszahlen aus Mai? Oder andere Ankündigungen, die alle paar Monate rauskommen aber von den Medien zigmal wiederholt werden, da sie Klicks garantieren?
hu.ms meint
Diee personalabbau-ankündigungen der heimischen hersteller werden in der presse auch ausführlich behandelt.
MK meint
@David:
Auf der anderen Seite sind die explodierenden Preise in den USA, grade für Strom getrieben durch den KI-Boom bei gleichzeitig mutwilligem Stopp diverser Projekte für erneuerbare Energien durch Trump, ja kein all zu gut gehütetes Geheimnis…und während es in Grünheide kein Problem ist, Arbeiter für geringe Löhne aus Polen anzulocken, hat Trump mexikanischen Arbeitern in Texas einen Riegel vorgeschoben.
Auch die Eisengießerei hier in der Region (Fritz Winter) hat ihre Gießerei in den USA deswegen 2026 geschlossen und stellt die bisher in den USA produzierten Produkte jetzt bei uns in Hessen her.
Paule meint
„und während es in Grünheide kein Problem ist, Arbeiter für geringe Löhne aus Polen anzulocken“
Ist kulturelle Vielfalt und die Beschäftigung von EU-Bürgern aus Nachbarstaaten ein Problem für Dich?
Neu ist mir, dass man mit geringen Löhnen locken kann. Kenne das so noch nicht. Bei Dir lernt man nie aus…
Paule meint
Ergänzug:
„hat Trump mexikanischen Arbeitern in Texas einen Riegel vorgeschoben.“
Versuch mal, als Mexikaner ohne anerkannten Hochschulabschluss oder eine qualifizierte Berufsausbildung in Deutschland eine Arbeitserlaubnis zu bekommen. Ich empfehle als Würze dazu eine fehlende Aufenthaltserlaubnis.
MK meint
@Paule:
Mir geht es doch um folgendes: In Deutschland kann man über die EU-Freizügigkeitsregelungen problemlos polnische (oder ukrainische oder portugiesische oder…) Arbeiter rekrutieren (was ich gut finde, weil unsere Wirtschaft ohne ausländische Arbeiter längst den Bach runter gegangen wäre, aber das ist ein anders Thema). Diese bestehen eben nicht auf eine IG Metall-konforme 35 Stundenwoche mit standardmäßig 37 Urlaubstagen pro Jahr plus Sonderurlaubstagen bei z.B. Tod von mehr oder weniger nahen Verwandten, Hochzeit oder ähnlichem und sonstigen Benefits wie z.B. Aufstockung von Krankengeld oder Kurzarbeitergeld durch den Arbeitgeber usw.
In den USA ist es nicht mehr möglich, ohne weiteres ungelernte Kräfte aus einem Nachbarland mit niedrigerem Lohnniveau einzusetzen.
MK meint
@Paule:
Dann auch noch eine Ergänzung meinerseits:
Die Auswirkung der Nähe zu für Arbeitnehmer offenen Grenzen sieht man ja auch bei VW: Trotz Tarifbindung verdienen VW-Montagemitarbeiter in Zwickau deutlich weniger bzw. arbeiten zu deutlich schlechteren Bedingungen als ihre Kollegen mit gleicher Tätigkeit in Emden oder Wolfsburg.