Porsche sieht sich mit weniger Nachfrage nach seiner Elektroauto-Reihe Taycan und entsprechend rückläufigen Verkaufszahlen konfrontiert. Deshalb hat der Sportwagenbauer ab Freitag vor Pfingsten für mehrere Tage Teile der Produktion im Stammwerk Stuttgart-Zuffenhausen gestoppt, berichtet Auto Motor und Sport. Auch in der Kalenderwoche 22 seien Unterbrechungen geplant.
Bereits Anfang Mai hatte es einen ersten sogenannten „Schließtag“ gegeben. Auf Anfrage der Automobilzeitschrift bestätigte Porsche die Maßnahmen. „Wir richten unsere Fertigung nach der Auftragslage aus, dadurch kommt es naturgemäß zu Schwankungen. Darüber hinaus sind Schließtage notwendig, um in der Produktion erforderliche Instandhaltungs- und Umbaumaßnahmen vorzunehmen“, erklärte ein Unternehmenssprecher.
Der in Zuffenhausen vom Band rollende Taycan ist dem Bericht zufolge wohl besonders von der schwächelnden Nachfrage betroffen. Porsche hatte im ersten Quartal weltweit nur noch 3420 Einheiten des als Sportlimousine und Kombi erhältlichen E-Autos ausgeliefert – ein Minus von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt gingen die weltweiten Auslieferungen der Marke in den ersten drei Monaten 2026 um 15 Prozent auf 60.991 Fahrzeuge zurück, davon 11.499 Vollstromer. In China brach der Absatz mit minus 21 Prozent besonders stark ein.
Der Taycan ist das erste rein elektrische Serienauto von Porsche und kam nach dem Start Ende 2019 zunächst besser als erhofft an. Die Produktionsplanung wurde deshalb auch schnell ausgebaut, doch die Popularität des schwäbischen E-Autos ließ bald wieder nach. Kunden im Premiumsegment zeigen sich insgesamt zurückhaltend, was Vollstromer angeht. Porsche richtet daher seine Modellstrategie neu aus.
Für das Gesamtjahr 2026 geht die Marke von einem E-Auto-Anteil zwischen 24 und 26 Prozent aus. Ursprünglich peilte Porsche bis 2030 einen E-Anteil von über 80 Prozent an. Nun verlängert man jedoch die Laufzeit von Verbrennern und gibt eine eigene Akkufertigung auf. E-Autos wie die neusten Generationen von Macan und Cayenne erhalten Verbrenner-Pendants. Und das geplante SUV-Modell K1 kommt mit klassischen und Hybridantrieben statt als Vollstromer. Ob auch die als E-Autos konzipierten neuen 718-Sportwagen Verbrenner-Alternativen erhalten, bleibt abzuwarten. Die Zukunft der bisher maximal plug-in-hybriden Oberklasselimousine Panamera ist ebenfalls noch offen.

MK meint
Wie der Artikel schon sagt: Der Taycan kam 2019 auf den Markt. Damals war er technisch eine Revolution…heute ist er einfach nur noch teuer. Hier muss was grundlegend neues kommen, wenn man an die alten erfolge anknüpfen will.
M. meint
Ja, der AMG GT 4-Türer hat da gerade eine Duftmarke gesetzt, wohin die Reise gehen muss. Daneben sieht der Taycan nicht mehr ganz frisch aus, zumal für den Preis.
South meint
Hmmm, weil unten im Text auch der schwächelnde Macan erwähnt wird, dass könnte auch erklären, warum der Audi A6etron momentan gut zu kaufen ist…. die PPE Plattform war ja für den Macan gedacht, aber der verkauft sich offenbar nicht so gut, so darf/kann Audi da an die Ressourcen ran… und da gings sprunghaft nach oben…
Future meint
Der Taycan war ja mal ein Verkaufsschlager für Porsche und soll der Marke viele neue Kunden gebracht haben:
2021: 41.296 verkaufte Fahrzeuge
Ein paar Jahre später sieht es ganz anders aus. Vielleicht hat der Taycan einfach nicht die hohen Erwartungen der vielen neuen Porschekunden erfüllt:
2025: 16.339 Fahrzeuge
Paule meint
„2021: 41.296 verkaufte Fahrzeuge“
Auf meine Frage damals hier im Blog, warum Porsche nicht mehr Taycan verkauft wurde mir erklärt, die Produktionskapazität ware am Endanschlag.
Vielleicht ist dies noch immer so.
Mäx meint
Man sollte meinen wenn man dir was erzählt, dass das auch irgendwie mal hängen bleibt…dem scheint aber nicht so.
Also zum 100. Mal:
Produktionskapazität im Werk sind max. 10k/Quartal oder grob 40k/anno
Als Langzeitbedarf hatte man 20k/anno (5k/Quartal) gesehen und darauf ist die Linie ausgelegt, eben mit Potential nach oben falls mehr Nachfrage das erfordert.
Fred Feuerstein meint
Na ja, jetzt kann man die Bänder zurückrüsten. Der Taycan wird aufgrund seiner Erfolgslosigkeit keinen Nachfolger erhalten.
Paule meint
Ich fasse mal zusammen:
Läuft bestens für Porsche!
Referendar meint
Vom Model S, das ja immer als Konkurrenz zum Tycan gesehen wird, wurden 2025 nur 6000 Stück verkauft, und dato die Produktion wegen Erfolglosigkeit sogar komplett eingestellt. Erfüllte wohl nicht die hohen Erwartungen der Teslakunden.
Paule meint
Die Zahl hast Du frei erfunden. Wie auch den Vergleich. Die Einstellung wegen Erfolglosigkeit ist Deine Interpretation. Und ich bin mir sicher, Du kannst den Erfolg oder Mußerfolg mangels interner Zahlen nicht bewerten.
Gerd meint
Der Produktionsstopp könnte aber auch mit der Vorstellung des Ferrari Luce zusammenhängen: überzeugendes Design, überragende Technik in einer ganz neuen Dimension – da kann man als Porsche Vorstand schon auf die Idee kommen, mit einem Taycan o.ä. chancenlos zu sein. Mit dem Produktionsstopp spart man Kosten und verhindert zugleich, mögliche Ladenhüter zu produzieren.
Daher scheint mir Produktionsstopp und abwarten, wie sehr der Ferrari Luce den Markt verändern wird, als mögliche Idee dahinter.
David meint
Ein paar Tage Pause. Wenn man sich erinnert, bei Tesla hat man regelmäßig jedes Jahr mehrere Wochen „durchgewischt“. Der Taycan ist allerdings im siebten Jahr. Da wird es keinen neuen Produktionsrekord geben, auch das ist normal.
Paule meint
Warum nicht? Er bringt doch alles mit, was allen anderen fehlt. Die von Dir gepflegte Liste ist lang.
Die Wahrheit meint
Ging es in dem Beitrag nicht um Porsche speziell den Taycan? Stockt die Poduktion schon wieder oder immer noch?
Ok, ohne TESLA kann Dav.ID wohl nicht Leben und muss diesen, aus seiner Sicht, völlig unbedeutenden Autobauer immer und immer wieder erwähnen.
Das Model Y ist jetzt im sechsten Jahr.
Im dritten Jahr in Folge das weltweit meistverkaufte Auto (nicht nur E-Auto). Davon ist der Taycan mit seiber „famosen“ 800 Volt Technik ein großes Stück weit abgeschlagen. So mancher TESLA Killer entpuppte sich als Rohrkrippierer.
Klasse setzt sich am Markt durch und wenn dann auch noch der Preis verlockend ist und Zwangswerkstattbesuche wegfallen, dann kommen wir schon in den Schnäppchenbereich.
Jetzt fehlt nur noch die FSD Freigabe durch die UNECE. Es gibt sogar Länder, die die Selbsfahrfähigkeiten, wenn auch noch überwacht, höher und sicherer Bewerten als das KBA, welches sich immer mehr als Schutzorgan für deutsche Autobauer entpuppt. Aber auch hier; die bessere Technik , Innovation und Sicherheit setzt sich klar durch. Zur Sicherheit: Auch da ist TESLA immer noch führend. Die NHTSA hat seine Sicherheitstest avermals deutlich erhöht und sind weltweit auf dem höchsten Niveau. TESLA ist der erste Autobauer, der auch diese verschärften Tests locker besteht. Bei anderen Autobauern kam nur ein „Puh; das wird schwer.“ Was sagen die Kunden: „Bravo, für meine Familie nur das Beste“
Was sagt Autobild … aber kann ja jeder selbst nachlesen.
Paule meint
„Das Model Y ist jetzt im sechsten Jahr.“
Nicht ganz. Ein Experte hier hat mehrfach geschrieben, es gab neue Türpappen.
So zumindest der konstruierte Spott als letztes Mittel, die kontinuierliche Weiterentwicklung und gleichzeitig bislang noch nie da gewesene Bestandspflege der Tesla-Fahrzeuge zu leugnen.
M. meint
„noch nie dagewesene Bestandspflege“
Hm. Was auch immer der Bestand damit zu tun hat… die Halde sollte man ja einfach abverkaufen. Ob das als „Pflege“ durchgeht?
Was du, Auto-Laie, meinst: Modellpflege. Und da sagen Menschen, die sich das näher angesehen haben: viel mehr als Kosmetik war das nicht.
Auch nicht, wenn „PT“ bar aller Fakten plötzlich 100 L mehr Kofferraumvolumen in den Unterlagen gefunden hat, weil das Auto „länger“ geworden ist. Der Karosseriebau ist quasi unverändert. Geändert wurden Exterieur- und Kunststoffteile – länger wurden nur die Stoßfänger. Aber falls die innen hohl sind, werden die beim Stauraum sicher hinzugerechnet…
Neue Türpappen gab es auch, das stimmt.
Aber die wichtigen Teile… die blieben unangetastet. HV-System, Powertrain,… und die Türgriffe leider auch.
Tesla-Fan meint
Wozu auch ändern wenn man einen der effizientesten Antriebsstränge am Markt hat?
Calimator meint
Wann man sieht, dass es gebrauchte Taycan schon ab 50k auf dem Markt gibt, schreckt das wohl nicht wenige Interessenten ab. Solche extremen Wertverluste ist der typische Porsche-Kunde nicht gewohnt.
Future meint
Es muss auch noch andere Gründe haben. Beim beliebten Dienstwagenleasing ist der Wertverlust doch sicherlich nicht so wichtig, weil eh nach 2 Jahren gewechselt wird. Vielleicht haben die langen Werkstattaufenthalte wegen der Akkuprobleme auch das Image des Taycan beeinflusst.
Die Wahrheit meint
Es hat auch noch andere Gründe. Frag mal betroffene Taycan Fahrer oder schau in die Foren.
Wer 800Volt Akkus anbietet muss das auch im Griff haben. Software ist bei allen deutschen Autobauern ein Thema, besonders beim Taycan.
David meint
Du hast nur vergessen, was diese Autos damals gekostet haben. Ich denke, auch der Werterhalt zeigt beim Taycan, was für ein gutes Auto das ist. Das Thema war ja immer gemacht, indem man kurz vor dem Facelift das Topmodell mit exklusiver Vollausstattung gekauft und nach einem Jahr wieder verkauft hat. Was tatsächlich oft gar nicht erfolgt ist, sondern nur das Storytelling.
Wer jedenfalls 2021 das Basismodell mit großem Akku und einigen Extras für 100 k Liste, gewählt und über Portale wie carwow für 90 gekauft hat, bekommt jetzt mit Porsche Approved und fünfstelligen Kilometern 50. In der Preisklasse absolut in Ordnung und wird von vielen Verbrennern nicht erreicht.
Wer jetzt ernsthaft nach einem sucht, wird das schnell lernen…
Mäx meint
Dann guck dir mal Panamera oder Cayenne Wertverluste an.
Anfangspreise für Fahrzeuge ab 2020 mit mindestens 100k Laufleistung
Taycan: 47k > das Inserat kostete neu ab ca. 135k > Wertverlust ca. 66%
Panamera: 55k > das Inserat kostete neu ab ca. 140k > Wertverlust ca. 61%
Cayenne 38k > das Inserat kostete neu ab ca. 120k > Wertverlust ca. 68%
Da haben die Porsche Kunden aber irgendwie kein Problem mit entsprechender Vernichtung von Wert.
Beim Taycan hatte man wohl irgendwie gedacht es wäre was besonderes wie ein 911 und besonders wertstabil.
Am Ende ist es ein etwas kleinerer Panamera und verhält sich bei der Wertentwicklung entsprechend ähnlich. Wer da was anderes erwartet hatte war einfach dumm und uninformiert.
Das ganze Thema ist aber so breit getreten worden, dass jeder meint ein Taycan würde für einen Porsche besonders viel an Wert verlieren…was aber einfach nicht stimmt.
Die Rückrufe die Batterie betreffend haben da wohl eher hineingespielt.
Das zerstört Vertrauen eher nachhaltig.
M. meint
Mein Vertrauen wird durch Rückrufe viel weniger beeinträchtigt als von Batteriebränden.
Fred Feuerstein meint
Davon gab es ja einige beim Taycan. Gezwungenermaßen musste man zurückrufen…Freiwillig war da gar nichts.
M. meint
Aha?
Mein Vertrauen wird trotzdem von bestätigten Bränden mehr beeinträchtigt, da hätte man an anderer Stelle wohl besser mal zurückgerufen…
Aber ich kann dich beruhigen: ich bin viel zu arm für einen Taycan, und nicht abenteuerlustig genug für einen Brandsatz aus Grünheide.
Ich kann das Schauspiel von der Tribüne betrachten, wer hier oder dort nicht mehr aus dem Klumpen Altmetall kommt.
Ich hab Links, falls du welche brauchst…
Fred Feuerstein meint
Ich brauche deine selektiv herausgesuchten Weblinks nicht, die dafrst du für den Taycan themenbezogen selbst suchen. Du wirst auf jeden Fall fündig. Ich glaub an dich. Dazu braucht es nicht mal einen Verweis auf Tesla. diese kannst du genauso auf andere Hersteller ausweiten. Aber ich weiß, früher fandest du den Hersteller aus den USA toll, jetzt ist es dein Feindbild. Ist in Ordnung, durchschaut jeder.
Das gute ist, dass du weiter deinen brandgefährdeten BMW 6 Zylinder Diesel weiterfahren darfst…Ist da eigentlich schon der AGR Kühler der zu etlichen Fahrzeugbränden und Millionenrückrufen geführt hat ausgetauscht worden? Führst du da auch eine Linksammlung? Muss ganz schön aufwendig sein.
Tesla-Fan meint
Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion.
Tesla-Fan meint
Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion.
Calimator meint
@Mäx: Panamera sind deutlich wertstabiler als Taycan. Ich habe interessehalber nach beiden ab bj 2021 gesucht.und bis 60.000 Euro gesucht. Es wurden fast ausschließlich Taycan angezeigt. Erst wenn man die Preisspanne deutlich erhöht, z.B. auf bis 90.000 Euro wird eine größere Anzahl an Panameras angezeigt. Kann gerne mal jeder auf Gebrauchtwagenplattformen selber ausprobieren.
JP von JP-Performance hat in einem seiner Videos auch mal gesagt, dass er den Taycan Turbo S zwar sehr mochte, aber noch mit keinem Auto einen größeren Wertverlust hatte und der Mann hatte schon sehr viele Autos in diesem Preissegment.
Mäx meint
Und ein paar Videos später hat er mal gesagt, dass das mit dem Wertverlust übertrieben war und das wohl bei anderen ähnlichen Fahrzeugen ähnliche Ausmaße annimmt.
Hast du auch km Leistung verglichen?
Ich hab ja geschrieben, wie ich bei Mobile gesucht habe und habe versucht ähnliche Laufleistungen einzubeziehen ca. 150kkm+
Außerdem kostet ein Panamera gerne mal 10% mehr als ein Taycan:
> Taycan ab 103k, Panamera ab 116k
> Taycan GTS ab 149k, Panamera GTS ab 175k
Da ist es doch nicht verwunderlich, dass die Panamera gebraucht auch teurer sind, sonst wäre der Wertverlust ja höher als beim Taycan.
Wenn man beide mit 60% Wertverlust nach 5 Jahren ansetzt (deine Suche) sind das 60k für den Taycan und 70k für den Panamera.
Und ich sage nicht, dass der Taycan gute Restwerte hat oder sonst was, aber er liegt im erwartbaren Rahmen (wie meine Beispiele gezeigt haben).
Vorfacelift Modelle sind durch das umfangreiche Update natürlich nochmal unter Druck geraten.
Ben meint
Ach jetzt erst wird in der Öffentlichkeit Preis gegeben was schon seit März in Leipzig gelebt wird, Stichwort Schichtentfall.
Mäx meint
Seit wann wird der Taycan in Leipzig gebaut?
Paule meint
Also entfallen auch bei den anderen Porsche-Modell Schichten mangels Kundeninteresse?
Mäx meint
Weiß nicht, musst du Ben fragen.
Vielleicht hat er auch mal wieder irgendeinen Quatsch auf dem Flurfunk aufgeschnappt.
Leider antwortet er ungern auf Nachfragen.
Referendar meint
Im Bereich Sportwagen, also 911 werden weiter Sonderschichten gefahren. +22% im letzten Quartal